Brandsicherheitswache Berlin: sicher durch die Festsaison

· W & G Bau- und Facilitymanagement · 4 Min. Lesezeit
Brandsicherheitswache Berlin: sicher durch die Festsaison

Der Vorstand des Kiezvereins hat wochenlang geplant: eine Bühne für die Nachbarschaftsband, ein Bierstand, bunte Lichterketten zwischen den Bäumen und ein Grill für das Sommerfest im Hinterhof. Zwei Tage vor dem Termin die Nachfrage des Ordnungsamts: Ist eine Brandsicherheitswache angemeldet? Für viele Veranstalter kommt diese Frage überraschend, dabei entscheidet gerade sie darüber, ob ein Fest wie geplant stattfinden kann.

Berlin erlebt zwischen Juni und September eine dichte Folge von Stadtteilfesten, Firmenfeiern im Freien, Vereinsjubiläen und Open-Air-Veranstaltungen. Bühnen, Zelte, Grillstationen und Lichttechnik erhöhen dabei die Brandlast an Orten, die sonst als unbedenklich gelten. Wer eine Veranstaltung plant oder als Hausverwaltung, Betrieb oder Verein ein Fest auf dem eigenen Gelände zulässt, sollte die Anforderungen an den Brandschutz frühzeitig klären, statt sich erst kurz vor dem Termin damit zu beschäftigen.

Wann ist eine Brandsicherheitswache in Berlin Pflicht?

Grundlage ist die Berliner Versammlungsstättenverordnung (VStättVO), die für Veranstaltungen mit erhöhtem Brandrisiko eine Brandsicherheitswache vorschreibt. Das betrifft insbesondere Veranstaltungen mit Großbühnen oder Szenenflächen ab einer bestimmten Größe, mit Pyrotechnik, mit Zelten oder fliegenden Bauten sowie mit hohen Besucherzahlen. Ob im Einzelfall eine Wache erforderlich ist, entscheidet die zuständige Behörde nach einer Prüfung der Location, der geplanten Bühnen- und Zelttechnik sowie der erwarteten Besucherzahl. Die Anmeldung sollte daher nicht erst kurz vor dem Termin erfolgen, sondern bereits in der Planungsphase.

Die Brandsicherheitswache kann durch die Berliner Feuerwehr oder durch geschultes eigenes Personal des Betreibers gestellt werden, sofern dessen Qualifikation und Anzahl mit der Feuerwehr abgestimmt sind. Für viele Vereine, Hausverwaltungen und Unternehmen ist es einfacher, diese Aufgabe an einen erfahrenen Dienstleister zu übergeben, der die Abstimmung mit den Behörden kennt.

Wie läuft die Risikoeinschätzung vor der Veranstaltung ab?

Bevor eine Veranstaltung angemeldet wird, lohnt sich eine Begehung der geplanten Fläche gemeinsam mit einem erfahrenen Ansprechpartner. Dabei werden Fluchtwege und Zufahrten für die Feuerwehr geprüft, die Lage von Bühne, Zelten und Technik erfasst und mögliche Gefahrenquellen wie Grillstationen, Feuerwerk oder elektrische Anlagen identifiziert. Auf dieser Grundlage lässt sich gegenüber Ordnungsamt und Feuerwehr nachvollziehbar darlegen, welche Schutzmaßnahmen vorgesehen sind. Das erleichtert die Genehmigung und vermeidet kurzfristige Nachforderungen unmittelbar vor dem Veranstaltungstermin.

Auch die Größe des Geländes spielt eine Rolle: Bei einem kleinen Hoffest mit wenigen Dutzend Gästen fallen die Anforderungen anders aus als bei einem Straßenfest mit mehreren Bühnen und deutlich mehr Besuchern. Eine pauschale Einschätzung ist daher selten möglich, die Bewertung erfolgt immer für die konkrete Veranstaltung und den konkreten Ort. Auch wiederkehrende Feste, etwa ein jährliches Hoffest oder Firmenjubiläum, sollten bei baulichen oder organisatorischen Änderungen erneut geprüft werden, statt sich auf die Einschätzung aus dem Vorjahr zu verlassen.

Typische Berliner Sommersituationen mit Brandschutzbedarf

In der warmen Jahreszeit häufen sich in Berlin Anlässe, bei denen Veranstalter über den Brandschutz nachdenken sollten, etwa:

  • Stadtteil- und Straßenfeste mit Bühne, Grillständen und Lichterketten
  • Firmenfeiern und Sommerfeste im Freien auf Betriebsgeländen
  • Vereins- und Hoffeste mit Zelten oder Pavillons
  • Open-Air-Konzerte und Bühnenprogramme auf Grünflächen
  • Hochzeiten und private Feiern mit größerer Zeltfläche

Hinzu kommt, dass anhaltende Trockenheit und Hitze im Sommer die Brandgefahr auf Grünflächen, in Gehölzen und bei trockenem Bewuchs zusätzlich erhöhen können. Wer eine Veranstaltung auf einer Rasenfläche oder in Parknähe plant, sollte dies bei der Risikobewertung berücksichtigen.

Was leistet eine Brandsicherheitswache konkret?

Eine Brandsicherheitswache ist während der gesamten Veranstaltung präsent und übernimmt klar umrissene Aufgaben. Dazu gehören die Kontrolle von Rettungswegen und Notausgängen auf freie Zugänglichkeit, die Überprüfung der Löschmittel und Feuerlöscher auf Vollständigkeit, die Beobachtung von Bühnen-, Zelt- und Technikbereichen sowie die Funktion als direkter Ansprechpartner für die Feuerwehr im Ernstfall. Nach der Veranstaltung dokumentiert die Wache den Verlauf, was Veranstaltern auch bei künftigen Anmeldungen Sicherheit gibt. Für Veranstalter bedeutet das vor allem eines: Sie können sich während des Festes auf ihre Gäste konzentrieren, während die Wache im Hintergrund die sicherheitsrelevanten Abläufe im Blick behält.

Frühzeitig planen statt kurzfristig improvisieren

Da die Genehmigung und die Abstimmung mit Feuerwehr und Ordnungsamt Zeit benötigen, lohnt sich die frühzeitige Kontaktaufnahme mit einem erfahrenen Partner bereits in der Planungsphase eines Sommerfests, einer Firmenfeier oder eines Straßenfests. So lässt sich frühzeitig klären, ob und in welchem Umfang eine Brandsicherheitswache erforderlich ist, und die Veranstaltung kann ohne kurzfristigen Stress stattfinden. Mehr zu unserem Leistungsangebot rund um die Brandsicherheitswache in Berlin finden Sie auf unserer Leistungsseite. Wird eine Immobilie ohnehin regelmäßig betreut, lässt sich der Brandschutz für Veranstaltungen oft direkt mit der laufenden Objektbetreuung kombinieren.

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Ihr Team von W & G Bau- und Facilitymanagement