Brandsicherheitswache Berlin: Weihnachtsmarkt sicher planen
Anfang September riecht es auf dem Hof eines Standbetreibers in Spandau schon nach Zimt und Glühwein – die ersten Buden für den Weihnachtsmarkt werden geprüft, Elektrokabel getestet, Feuerschalen aus dem Lager geholt. Zwischen all der Vorfreude flattert dann ein Schreiben vom Ordnungsamt herein: Auflagen zum Brandschutz, ein Sicherheitskonzept, eventuell eine Brandsicherheitswache. Wer jetzt, Wochen vor der eigentlichen Marktsaison, mit der Planung beginnt, erspart sich im November viel Stress. Genau darum geht es in diesem Beitrag.
Die meisten Berliner Weihnachtsmärkte öffnen erst Ende November und schließen Anfang Januar. Zwischen der ersten Anfrage bei den Behörden und dem tatsächlichen Marktstart liegen jedoch oft mehrere Wochen: Genehmigungen für temporäre Bauten müssen geprüft, Sicherheitskonzepte abgestimmt und Dienstleister gebucht werden. Wer diesen Vorlauf im Spätsommer einplant, hat im Herbst deutlich mehr Spielraum, um auf Rückfragen der Behörden zu reagieren.
Warum Brandschutz auf Weihnachtsmärkten eine besondere Rolle spielt
Weihnachtsmärkte bringen auf engem Raum viele Menschen, offene Flammen, elektrische Beleuchtung, Heizstrahler und brennbare Materialien wie Holzstände oder Zelte zusammen. Genau diese Kombination macht sie aus Sicht des Brandschutzes zu einer Veranstaltung mit erhöhtem Risiko. In Berlin regelt die Betriebsverordnung (BetrVO Bln) unter anderem, wann bei Versammlungsstätten und vergleichbaren Veranstaltungen eine Brandsicherheitswache vorzuhalten ist. Ob und in welchem Umfang das für einen konkreten Markt gilt, entscheidet die Berliner Feuerwehr beziehungsweise das zuständige Ordnungsamt anhand einer Gefährdungsbeurteilung – berücksichtigt werden dabei unter anderem die Anzahl der Stände, offene Feuerstellen, die Flucht- und Rettungswege sowie die zu erwartende Besucherzahl. In einer dicht bebauten Stadt wie Berlin kommt erschwerend hinzu, dass viele Marktflächen an Kirchen, U-Bahnhöfen oder engen Innenstadtplätzen liegen, an denen Rettungswege naturgemäß begrenzt sind. Das macht eine sorgfältige Planung noch wichtiger als bei einem Markt auf freiem Feld.
Wann wird eine Brandsicherheitswache zur Pflicht?
Pauschal lässt sich das nicht beantworten, denn jeder Markt liegt anders: ein kleiner Adventsmarkt vor einer Kirche ist anders zu bewerten als ein großer Weihnachtsmarkt auf einem zentralen Platz mit Bühnenprogramm und Festzelt. Als grobe Anhaltspunkte für die Behördenprüfung gelten unter anderem:
- Offene Feuerstellen, etwa Feuerschalen, Grills oder Punsch-Stände mit Gasflammen
- Zelte, Pagoden oder sonstige temporäre bauliche Anlagen, die eine eigene Genehmigung benötigen
- Bühnen und Flächen für Programm, an denen sich Besucher konzentrieren
- Eingeschränkte oder unübersichtliche Flucht- und Rettungswege
- Die voraussichtliche Besucherzahl über den Veranstaltungszeitraum
Die konkrete Anzahl der benötigten Kräfte sowie deren Qualifikation legt die Feuerwehr beziehungsweise das Ordnungsamt im Einzelfall fest. Wichtig ist, dass Betreiber diesen Abstimmungsprozess frühzeitig anstoßen und nicht erst kurz vor Marktbeginn – Termine bei den zuständigen Stellen sind in der Vorweihnachtszeit stark nachgefragt.
Was Betreiber und Veranstalter jetzt vorbereiten sollten
Ein tragfähiges Sicherheitskonzept entsteht nicht über Nacht. Aus unserer Praxis als Dienstleister für Brandsicherheitswachen empfiehlt sich ein strukturiertes Vorgehen, das mehrere Bausteine zusammenführt:
- Frühzeitiger Kontakt zum Ordnungsamt und zur Berliner Feuerwehr, um Auflagen und Fristen zu klären
- Ein schriftliches Sicherheits- und Brandschutzkonzept mit Lageplan, Flucht- und Rettungswegen
- Abstimmung mit Standbetreibern zu offenen Feuerstellen, Gasflaschen und Elektroinstallationen
- Rechtzeitige Buchung von geschultem Personal für die Brandsicherheitswache über die gesamte Veranstaltungsdauer
- Dokumentation der Einweisungen und regelmäßige Kontrollen während der Marktöffnungszeiten
Gerade die Personalfrage wird häufig unterschätzt: Qualifizierte Brandsicherheitswachen sind in der Weihnachtszeit gefragt, weil in Berlin zeitgleich viele Märkte, Adventsfeiern und Firmenveranstaltungen stattfinden. Wer sein Kontingent erst im November anfragt, läuft Gefahr, kurzfristig keine passenden Kräfte mehr zu finden.
Zusammenspiel von Brandschutz und laufendem Betrieb
Eine Brandsicherheitswache ist kein einmaliger Termin, sondern begleitet den Markt über die komplette Öffnungszeit – inklusive Auf- und Abbauphasen, in denen ebenfalls Zündquellen, Kabel und Baumaterialien im Spiel sind. Sinnvoll ist es, den Brandschutz nicht isoliert zu betrachten, sondern in ein Gesamtkonzept für den Marktbetrieb einzubetten: von der Absicherung der Stromversorgung über Reinigung und Räumdienst bei winterlichen Verhältnissen bis hin zur laufenden Kontrolle der Rettungswege. Genau an dieser Schnittstelle unterstützen wir Betreiber und Veranstalter in Berlin – häufig in Kombination mit weiteren Leistungen aus dem Facility Management, damit während der gesamten Marktsaison alle sicherheitsrelevanten Bereiche im Blick bleiben.
Als Team aus geschulten Brandschutzhelfern kennen wir die Anforderungen der Berliner Behörden aus zahlreichen Einsätzen bei Veranstaltungen, Bauprojekten und Messen. Mehr zu unserem Angebot finden Sie auf der Seite zur Brandsicherheitswache. Für eine individuelle Einschätzung zu Ihrem Markt oder Ihrer Veranstaltung nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.
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