Nachhaltige Büroreinigung in Berlin: Diese Kriterien zählen
Montagmorgen, kurz nach acht: Die ersten Kolleginnen und Kollegen kommen ins Büro, irgendwo brummt die Kaffeemaschine, und auf den Schreibtischen liegt der Geruch von frisch gewischten Böden in der Luft. Für die meisten Beschäftigten ist das selbstverständlich – dass dahinter eine bewusste Entscheidung steckt, welche Reinigungsmittel und welche Reinigungsmethoden zum Einsatz kommen, denken die wenigsten mit. Dabei rückt genau diese Frage für viele Berliner Unternehmen zunehmend in den Fokus: Wie nachhaltig ist die Büroreinigung eigentlich, mit der sie beauftragt sind?
Warum nachhaltige Reinigung im Büro an Bedeutung gewinnt
Steigende Energie- und Rohstoffkosten, strengere Berichtspflichten für Unternehmen und ein wachsendes Bewusstsein für Mitarbeitergesundheit sorgen dafür, dass die Wahl der Reinigungsmittel kein reines Detail mehr ist. Viele Firmen müssen inzwischen im Rahmen von Nachhaltigkeitsberichten oder Lieferantenbewertungen auch Auskunft über ihre Dienstleister geben – dazu gehört auch die Gebäude- und Büroreinigung. Wer als Auftraggeber zeigen kann, dass im eigenen Haus auf zertifizierte Reinigungsmittel und ressourcenschonende Verfahren geachtet wird, hat es bei solchen Abfragen leichter.
Für die Beschäftigten selbst spielt zudem die Innenraumluft eine Rolle: Aggressive Duft- und Lösungsmittel können Augen und Atemwege reizen, besonders in klimatisierten Großraumbüros mit wenig Luftaustausch. Nachhaltige Reinigungskonzepte setzen deshalb nicht nur auf die Umweltverträglichkeit der Mittel, sondern auch auf eine möglichst geringe Belastung der Raumluft.
Hinzu kommt ein wirtschaftlicher Aspekt: Wer Reinigungsmittel gezielt und richtig dosiert einsetzt, verbraucht über das Jahr gesehen weniger Chemie und produziert weniger Verpackungsmüll. Nachhaltigkeit und ein wirtschaftlicher Umgang mit Ressourcen schließen sich in der Büroreinigung also nicht aus, sondern ergänzen sich.
Diese Umweltsiegel sollten Sie kennen
Wer die Nachhaltigkeit eines Reinigungsdienstleisters einschätzen möchte, kann sich an anerkannten Kennzeichnungen orientieren. Zwei Siegel sind in Deutschland und der EU besonders verbreitet:
- Blauer Engel: Das deutsche Umweltzeichen kennzeichnet unter anderem Reinigungsmittel mit reduzierter Umweltbelastung und guter biologischer Abbaubarkeit.
- EU Ecolabel: Das europäische Pendant stellt EU-weit einheitliche Anforderungen an Reinigungsprodukte und -dienstleistungen, etwa an Dosierung und Verpackung.
- RAL-Gütezeichen für Gebäudereinigung: Ergänzend gibt es Gütezeichen, die sich auf die fachgerechte Ausführung von Reinigungsdienstleistungen beziehen und Schulungen der Mitarbeitenden einschließen.
Ein Siegel allein sagt noch nichts darüber aus, wie ein Dienstleister im Alltag tatsächlich arbeitet. Es lohnt sich daher, im Gespräch mit dem Anbieter konkret nachzufragen, welche Produkte für welche Flächen eingesetzt werden und woran das im Reinigungsplan erkennbar ist. Hilfreich sind zum Beispiel folgende Fragen an den Reinigungsdienstleister:
- Welche Reinigungsmittel sind zertifiziert, und für welche Flächen kommen sie zum Einsatz?
- Wie wird die Dosierung im Alltag sichergestellt – manuell oder über ein technisches System?
- Wie werden Mitarbeitende im Umgang mit Reinigungsmitteln und in Mülltrennung geschult?
Dosiersysteme und Mikrofasertechnik: weniger Chemie, mehr Wirkung
Neben der Auswahl der Reinigungsmittel entscheidet vor allem die Anwendung darüber, wie ressourcenschonend eine Büroreinigung tatsächlich ist. Feste oder manuell befüllte Dosierflaschen führen in der Praxis häufig zu einer Überdosierung, weil im Zweifel lieber etwas mehr Reiniger verwendet wird. Digitale oder mechanische Dosiersysteme mischen Wasser und Reinigungsmittel dagegen in einem festen Verhältnis und verhindern so unnötigen Verbrauch.
Auch die eingesetzten Tücher und Mopps machen einen Unterschied: Hochwertige Mikrofasertücher nehmen Schmutz und Feuchtigkeit besser auf als klassische Baumwolllappen und kommen bei vielen Anwendungen mit deutlich weniger oder sogar ganz ohne Reinigungschemie aus. In Kombination mit einem durchdachten Farbsystem – etwa unterschiedliche Tuchfarben für Sanitär-, Küchen- und Bürobereiche – lässt sich zusätzlich die Hygiene verbessern, weil Kreuzkontaminationen vermieden werden.
Was nachhaltige Büroreinigung für Ihr Unternehmen bedeutet
Für Unternehmen, die ihre Büroflächen in Berlin reinigen lassen, lohnt sich ein Blick auf mehrere Punkte gleichzeitig: den ökologischen Fußabdruck der eingesetzten Mittel, die Gesundheit der eigenen Beschäftigten und die Nachvollziehbarkeit gegenüber Kunden oder Auftraggebern. Ein guter Reinigungsplan berücksichtigt außerdem, dass nicht jede Fläche die gleiche Behandlung braucht – Empfangsbereiche mit viel Publikumsverkehr haben andere Anforderungen als ruhige Büroetagen oder Teeküchen.
Sinnvoll ist es, das Thema Nachhaltigkeit fest im Leistungsverzeichnis der Büroreinigung zu verankern, statt es dem jeweiligen Reinigungsteam zu überlassen. Dazu gehören klare Vorgaben zu Produkten, Dosierung, Mülltrennung im Reinigungswagen und regelmäßige Schulungen des Personals. So bleibt nachhaltige Reinigung kein einmaliges Versprechen, sondern wird Teil des laufenden Betriebs.
Als Facility-Management-Partner in Berlin sehen wir immer wieder, dass sich nachhaltige Reinigungskonzepte gut mit anderen Maßnahmen zur Energie- und Ressourceneffizienz im Gebäude kombinieren lassen, etwa mit einer angepassten Heiz- und Lüftungssteuerung oder einem durchdachten Abfallkonzept. Ob sich ein solches Konzept für Ihre Büroreinigung in Berlin eignet, besprechen wir gern in einem persönlichen Gespräch – nehmen Sie dazu einfach Kontakt zu uns auf.
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Ihr Team von W & G Bau- und Facilitymanagement

