Praxisreinigung Berlin: Bereit für die Erkältungssaison

· W & G Bau- und Facilitymanagement · 4 Min. Lesezeit
Praxisreinigung Berlin: Bereit für die Erkältungssaison

Im Wartezimmer einer Hausarztpraxis in Berlin-Charlottenburg räuspert sich Ende August schon der erste Patient mit einer Erkältung, während in der Anmeldung das Telefon kaum stillsteht. Die Praxis ist noch mitten im Ferienbetrieb, doch die ersten Anzeichen der kommenden Erkältungssaison sind spürbar. Für Praxen, Kliniken und Labore in Berlin bedeutet das: Reinigung und Desinfektion dürfen nicht erst dann nachgeschärft werden, wenn das Wartezimmer voll ist, sondern sollten jetzt, im Spätsommer, überprüft und angepasst werden.

Warum Praxen und Labore besondere Anforderungen an die Reinigung stellen

Anders als in einem Büro oder Ladengeschäft treffen in Arztpraxen, Zahnarztpraxen und Laboren täglich Menschen mit unterschiedlichem Infektionsrisiko aufeinander. Türklinken, Stuhllehnen im Wartebereich, Kartenlesegeräte am Empfang und Griffe an Behandlungsliegen werden von vielen Personen kurz hintereinander berührt. Hinzu kommt in Laboren der Umgang mit Proben und Reagenzien, der eigene Anforderungen an Flächendesinfektion und Abfalltrennung mit sich bringt. Eine Reinigungskraft, die nur „sauber aussehen" zum Ziel hat, reicht hier nicht aus – gefragt ist ein Reinigungs- und Desinfektionsplan, der festlegt, was, wann, womit und von wem gereinigt wird.

Die konkreten Schwerpunkte unterscheiden sich dabei je nach Fachrichtung: In einer Zahnarztpraxis stehen Behandlungsstühle, Instrumententabletts und Absauganlagen im Fokus, in einer physiotherapeutischen Praxis eher Liegen, Matten und Trainingsgeräte, in einem diagnostischen Labor wiederum Arbeitsflächen, Geräteoberflächen und der Umgang mit potenziell kontaminiertem Material. Ein pauschaler Reinigungsplan „von der Stange" wird diesen Unterschieden selten gerecht. Sinnvoller ist es, die Reinigung gemeinsam mit der Praxis- oder Laborleitung auf die tatsächlichen Abläufe vor Ort abzustimmen, statt sich auf allgemeine Checklisten zu verlassen.

Was sich für Hygienepläne und Dokumentation ändert

Praxen und Labore sind ohnehin gesetzlich verpflichtet, einen aktuellen Reinigungs- und Desinfektionsplan zu führen, der sich unter anderem aus dem Infektionsschutzgesetz sowie den Vorgaben zur Biostoffverordnung ableitet. Die im Bereich der Arbeitssicherheit zuletzt überarbeiteten technischen Regeln für biologische Arbeitsstoffe haben die Anforderungen an Schutzausrüstung, Gefährdungsbeurteilung und Dokumentation zusätzlich präzisiert. Für Praxisinhaberinnen und -inhaber heißt das in der Praxis: Bestehende Hygiene- und Reinigungspläne sollten daraufhin überprüft werden, ob sie noch dem aktuellen Stand entsprechen, und eingesetzte Desinfektionsmittel sollten in der VAH-Liste geführt sein. Wer die Reinigung an einen externen Dienstleister übergibt, sollte darauf achten, dass dieser mit den geltenden Vorgaben vertraut ist und die Umsetzung nachvollziehbar dokumentiert.

Herbst- und Erkältungssaison: Worauf es jetzt ankommt

Mit dem Ende der Sommerferien in Berlin füllen sich Wartezimmer wieder, und erfahrungsgemäß beginnt die Erkältungs- und Grippesaison in den vergangenen Jahren nicht selten schon im späten Herbst statt erst im Winter. Wer die Reinigungsintervalle und die Auswahl der zu reinigenden Kontaktflächen jetzt überprüft, ist besser vorbereitet, wenn die Patientenzahlen steigen. Dazu gehört unter anderem:

  • Häufiger gereinigte und desinfizierte Kontaktflächen im Wartebereich, etwa Stuhllehnen, Türgriffe und Ablageflächen
  • Regelmäßige Reinigung von Empfangstresen, Kartenlesegeräten und Tastaturen
  • Getrennte Reinigungsutensilien für besonders sensible Bereiche wie Behandlungsräume und Labor, um Verschleppung zu vermeiden
  • Ausreichend Zeitfenster für die Reinigung zwischen Sprechstundenblöcken, statt nur am Abend
  • Sichtbare und leicht nachfüllbare Spender für Desinfektionsmittel im Wartebereich

Ein Reinigungskonzept, das zur Praxis passt

Ein tragfähiges Konzept berücksichtigt, dass eine Zahnarztpraxis andere Schwerpunkte hat als ein diagnostisches Labor oder eine physiotherapeutische Praxis, und dass sich Anforderungen im Laufe des Jahres verändern können. Sinnvoll ist ein Reinigungsplan, der gemeinsam mit der Praxisleitung entwickelt wird, feste Verantwortlichkeiten benennt und regelmäßig überprüft wird. Für Berliner Einrichtungen, die neben den Behandlungs- und Laborräumen auch allgemeine Flächen wie Flure, Aufzüge oder Nebengebäude betreuen lassen möchten, lässt sich die spezialisierte Praxis- und Laborreinigung unkompliziert mit der allgemeinen Gebäudereinigung kombinieren, sodass am Ende ein einheitliches, dokumentiertes Hygienekonzept aus einer Hand entsteht.

Ebenso wichtig wie der Reinigungsplan selbst ist die Kommunikation mit dem Praxisteam. Wenn Empfang, medizinisches Personal und Reinigungskräfte wissen, wer wofür zuständig ist und wie im Zweifel nachgesteuert wird, lassen sich Lücken vermeiden, etwa an besonders vollen Sprechstundentagen oder wenn kurzfristig ein Patient mit Verdacht auf eine ansteckende Erkrankung im Wartebereich sitzt. Eine kurze, verständliche Übersicht für das Team – statt eines langen, selten gelesenen Dokuments – hat sich dabei in vielen Berliner Einrichtungen bewährt.

Gerade jetzt, vor dem Start der Erkältungssaison, lohnt sich ein Blick auf den bestehenden Reinigungsplan: Passen die Intervalle noch zum Patientenaufkommen? Sind die eingesetzten Mittel weiterhin zeitgemäß? Und ist die Dokumentation im Ernstfall – etwa bei einer behördlichen Prüfung – vollständig und nachvollziehbar? Wer diese Fragen frühzeitig klärt, spart sich im Herbst unnötigen Stress. Über unsere Kontaktseite erreichen Sie uns, wenn Sie Ihr bestehendes Konzept überprüfen lassen möchten.

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